Kategorie-Archiv: Nikon

Ciao Nikon, hello Sony

Tja, nun ist passiert was ich lange Zeit selbst nicht für möglich gehalten hätte. Ich werde Nikon untreu und wechsele zu Sony. Beziehungsweise ich bin gewechselt, von meiner Nikon D300 zur Sony Alpha 6000. Aktuell habe ich die Nikon zwar noch aber werde sie voraussichtlich bald verkaufen.

Wie kam es dazu?

Die Frage ist relativ einfach zu beantworten. Zum einen habe ich inzwischen leider nicht mehr so viel Zeit für das Fotografieren wie früher, durch meine beidem Söhne aber mehr als genug Motive. Ich hatte immer weniger Lust die schwere Nikon samt Batteriegriff rumzuschleppen und wollte gerne etwas handlicheres und leichteres. Nur leider bietet Nikon in dem Bereich immer noch nichts an was ich zu kaufen bereit wäre. Ein Zustand den ich schon 2011 bemängelt habe. Und ich vermute auch nicht das Nikon in absehbarer Zeit daran etwas ändern will und wird. Vermutlich verdient Nikon mit den DSLRs immer noch mehr als genug Geld um über neue Entwicklungen und Wünsche der Kundschaft nachdenken zu müssen.

Zum zweiten gibt es, meiner Meinung nach, aktuell keinen Kamerahersteller der derart Innovativ ist wie Sony. Die α6000 ist wirklich ein kleines Technikwunder, ausgestattet mit WiFi, NFC, einem App-Store uvm. Sie hat einen großen APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln und einem guten Rauschverhalten bei High-ISO. Natürlich darf auch der superschnelle Autofokus nicht unerwähnt bleiben der besonders bei schnellen Kindern Gold wert ist. Weder Nikon noch Canon haben dem etwas entgegen zu setzen. Vieles bietet zwar die Micro-Fourthirds-Fraktion auch, aber mit einem deutlich kleineren Sensor und dem 4/3 Seitenverhältnis welches mir nicht so zusagt.

Auch die Tatsache, das man mit Adaptern quasi jedes Objektiv an der Sony (manuell) verwenden kann spricht für die Plattform. Meine vorhandenen Nikon- und Minolta-Objektive kann ich so weiter nutzen, und dank Sonys “Focus Peaking” Technologie sogar sehr komfortabel.

Ich werde demnächst mal ausführlicher berichten wie der Wechsel sich anfühlt und welche Vor- und Nachteile sich für mich ergeben haben.

Nikon stellt die 1 vor – und enttäuscht

Ziemlich genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich über meine Wünsche an eine Nikon EVIL geschreiben habe. Nun hat Nikon gestern die “Nikon 1″-Serie vorgestellt. Ich vermute, dass Nikon nicht nur mich damit maßlos enttäuscht hat.

Was waren denn damals (und heute) meine Wünsche und was leistet die “1” (nicht)? Alle technischen Daten sind zwar noch nicht bekannt, aber es lässt sich schon einiges sagen:

  1. Mindestens ein APS-C grosser Sensor (DX). Vollformat (FX) wäre natürlich auch OK.
    Nun, Nikon führt ein neues Winzformat namens CX mit einem Crop-Faktor von knapp 2,7. Der Sensor misst 13,2 x 8,8 mm (Fläche 116,16 mm²) und ist damit nur knapp die halbe Fläche wie das eh schon kleine Micro-Four-Thirds-Format. Nikons DX-Format hat sogar ein Fläche von 369 mm². Geringe Schärfentiefen werden sich damit nicht erreichen lassen – entsprechende Fotos fehlen auch in Nikons Prospekt….
  2. F-Bajonett – oder zumindest ein Adapter für F-Objektive.
    Gut, einen Adapter bringt Nikon auf den Markt. Für “günstige” 270 €. Für lange Brennweiten mag das Interessant sein auf Grund des Crop. Weitwinkel kann man aber vergessen. Sogar die für DX erhältlichen Superweitwinkel mit 10mm ergeben an der “1” schon 27mm (KB-Equi).
  3. Autofokus-Unterstützung bei Verwendung von AF-S Nikkoren
    Ja, das wird gehen
  4. Blendenwahl durch die Kamera bei F-Objektiven ohne Blendenring
    Dazu finde ich nichts konkretes, aber ich nehme mal an das es gehen wird mit AF-S.
  5. i-TTL kompatibler Blitzschuh – ein evtl. vorhandener interner Blitz sollte als Master arbeiten können (wireless iTTL)
    Einen Blitzschuh haben die “1” nicht. Die J1 hat einen Klappblitz, für die V1 gibt es den Aufsteckblitz SB-N5. Gemäß Nikons Prospekt sollen aber beide Varianten iTTL unterstützen. Ob dies aber auch als Master für einen externen Slave funktioniert bleibt unklar.
  6. Full HD Video
    Ja, geht.
  7. Preis unter 600 €
    Puh, eher nicht. Das Modell J1 soll zwar für 599 € als Kit an den Start gehen. Da es aber keinen EVF hat, würde ich eher zur V1 greifen (die dafür keinen eingebauten Blitz hat) und schon 869 € kosten soll. Das Kit-Objektiv ist noch dazu sehr lichtschwach. Tatsächlich ist man dann leicht bei über 1200 € (Mit Blitz und F-Adapter).

Fazit

Sorry Nikon, das ist nix. Zumindest für mich. Der Preis ist zu hoch für zu viele Kompromisse. Warum kein APS-C Sensor?  Sony schafft doch auch bei ähnlichen Gehäusemaßen. Warum kein Blitzschuh mit Zugang zum (wireless) iTTL? Warum kein F-Bajonett? Klein ist ja nett, aber 5mm machen den Kohl doch nicht fett. Und 10 MP sind auch nicht mehr die Welt, genau wie die ISO 3200.

So betrachtet ist dann die Coolpix P7100 fast die bessere Wahl. Sie bietet genau das was der “1” fehlt. Nur ist der Sensor leider noch kleiner. Oder doch eine Sony NEX-5? Da kann ich mein Nikon-Zubehör zwar auch nicht weiter verwenden, aber einen F-Adapter gibt es immerhin (ohne AF natürlich). Dafür aber mit “großem” Sensor und zum deutlich besseren Preis.

Meine Wünsche an eine Nikon EVIL

Am Wochenende hatte ich auf der Photokina in Köln Gelegenheit, mit der neuen Sony NEX-5 und der Olympus EP-L1 zu spielen. Beide Kameras machen einen sehr guten Eindruck und das Konzept spricht mich auch insgesamt sehr an.

Gerne hätte ich etwas vergleichbares von Nikon – damit das schon vorhandene Zubehör wie Blitze und Objektive weiter genutzt werden kann. Und genau aus dem Grunde müsste eine solche Kamera einige Voraussetzungen erfüllen:

  • mind. ein APS-C grosser Sensor (DX). Vollformat (FX) wäre natürlich auch OK.
  • F-Bajonett – oder zumindest ein Adapter für F-Objektive
  • Autofokus-Unterstützung bei Verwendung von AF-S Nikkoren
  • Blendenwahl durch die Kamera bei F-Objektiven ohne Blendenring
  • i-TTL kompatibler Blitzschuh – ein evtl. vorhandener interner Blitz sollte als Master arbeiten können (wireless iTTL)

Und natürlich wünsche ich mir auch die Möglichkeit, Full HD Video damit aufzeichnen zu können. Der Preis ist auch ein Faktor – mehr als 600 EUR dürfte die Kamera nicht kosten.

Also Nikon, ran an die Arbeit! Bis spätestens Januar hätte ich das Ding gerne :)

Ist Analog das neue Schwarz?

oder: Warum ich mir (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keine analoge KB-SLR kaufen werde.

Seit einiger Zeit entdecken immer mehr Digitalfotografen ihre Leidenschaft zur analogen Fotografie (wieder). Egal ob auf Flickr, in Podcasts oder via Twitter – analoge Fotografie ist ein Trend dem man momentan scheinbar nicht entgehen kann. Inzwischen wird die Begeisterung sogar preisrelevant – wie man an wieder anziehenden Preisen bei eBay sehen kann.

Agfa Optima von 1959Auch ich habe ja schon seit Sommer 2008 eine Holga und schon einige Rollen 120er Diafilm durchgebracht (meine Lomo Lubitel 166 langweit sich dagegen hauptsächlich). Aktuell probiere ich eine Agfa Optima (BJ 1959) aus, die ich im Keller gefunden habe. Und beim Umzug sind auch noch über 20 Jahre alte Negative wieder aufgetaucht, die ich nun nach und nach einscannen werde.

Die Tatasche, dass mein Canoscan 8800f auch die Kleinbildnegative in ordentlicher Qualität scannen kann, brachte mich zum überlegen ob nicht eine analoge Nikon mein Sortiment bereichern sollte. Ich könnte daran (einige) meiner schon vorhandenen Objektive und ggf. auch weiteres Zubehör nutzen. Eine Nikon F100 (oder eine F5) wäre doch etwas… Ist Analog das neue Schwarz? weiterlesen

Nikon P6000 – doch eher “ja bitte”?

Hm, vielleicht ist die Nikon Coolpix P6000 doch nicht so schlecht, wie ich hier vor einiger Zeit geschrieben habe. Apple brachte gestern ein Update der Camera Raw Tools für Aperture und iPhoto, das laut Beschreibung die NRW-Raw-Dateien der P6000 verarbeiten können soll. Auch die neueren Versionen von Adobe Lightroom und Adobe Camera Raw sollen Unterstützung für die kompakte Nikon mitbringen.

Hat vielleicht jemand mit einer Nikon P6000 die Möglichkeit, mir eine NRW-Datei zum testen von Apples Lösung zur Verfügung zu stellen? Oder hat dies jemand vielleicht schon ausprobiert? Wie ist die Qualität der Bilder?

Freue mich über Feedback!