Druckerprobleme unter Java in Ubuntu 6.10

Möglicherweise steht jemand ebenfalls mal vor dem Problem unter Ubuntu 6.10 aus einer Java-Anwendung heraus drucken zu wollen. Leider ist dies erstmal nicht möglich, das Java-Programm meldet immer eine Exception:

[java]java.awt.print.PrinterException: Printer is not accepting job.[/java]

Die Ursache ist allerdings leicht zu beheben:

  1. Im Verzeichnis /etc/cups eine Datei client.conf anlegen. In dieser Datei muss „ServerName localhost“ eingetragen werden.
  2. Es wird noch ein SymLink von /usr/lib/libcups.so.2 auf /usr/lib/libcups.so benötigt: sudo ln -s /usr/lib/libcups.so.2 /usr/lib/libcups.so

Anschliessend einmal die Java-Anwendung neu starten und dem drucken sollte nichts mehr im Wege stehen.

JSR 223 (Scripting for the JavaTM Platform) legt Final Draft vor

Java Community Process LogoIch habe gerade gesehen, das am 10. August 2006 der Finale Entwuf für die Integration von Skript-Sprachen in die Java EE Platform vorgelegt wurde. Zu finden ist das Ganze auf den Seiten des Java Community Process.

Ziel des JSR ist die Integration von Skript-Sprachen zur Erstellung von Web-Content in die Java EE Plattform. Die Implementation erfolgt am Beispiel von PHP 5. Mitglieder der Expertengruppe sind unter anderem Zend, IBM, Oracle und Sun.

Damit soll es in der Zukunft möglich werden z.B. PHP und Java zu integrieren.

JBoss EJB 3.0 mit Eclipse RCP nutzen

English language version here

Als ich neulich das erste Mal aus einer Eclipse RCP heraus auf JBoss zugreifen wollte, bekam ich gleich die unschönen Seiten des OSGI-Classloading zu spüren. Meine Suche im Web nach einer Lösung förderte eigentlich nur die Fragen von anderen zu diesem Thema zu Tage. Daher nun hier mein Versuch, ein kleines Howto zu schreiben damit andere schneller zu einem funktionierendem Ergebnis kommen.

Das Ziel

Ziel soll sein, ein Eclipse Rich Client Project (ab jetzt nur noch RCP) zu erstellen, dass aus dem eigentlichen RCP-Plugin und einem Plugin mit den JBoss-Client-Bibliotheken besteht. Die EJB-Klassen werden wir in diesem Fall erstmal direkt in das RCP-Plugin integrieren, in einem späteren Beitrag werden sie dann, zwecks besserer Wartbarkeit, in ein eigenes Plugin ausgelagert. Die Anwendung soll dann ihre Daten als Session- und Entity-Beans vom JBoss beziehen.

Das Problem

Der OSGI-Classloader von Eclipse erzeugt für jedes geladene Plugin einen eigenen Classpath. Die Klassen von anderen Plugins sind dadurch unsichtbar. Dieses Vorgehen ist auch sinnvoll, denn es ermöglicht unter anderem das (de-) aktivieren von Plugins zur Laufzeit der Anwendung. Sofern ein Plugin (nennen wir es A) sich als Abhängig von einem anderen Plugin (B) erklärt (unter Dependencies im Plugin-Editor) werden die Klassen von B für A sichtbar.

In unserem Falle benötigen wir aber eine beidseitige Sichtbarkeit. Unser RCP muss die JBoss-Klassen sehen und JBoss muss die im RCP vorhandenen EJB-Klassen sehen können. Ist dies nicht gegeben hagelt es

javax.naming.CommunicationException [Root exception is java.lang.ClassNotFoundException: bz.jmc.blog.tutorial.rcp_with_jboss.ejb.MyTestStatelessSessionRemote (no security manager: RMI class loader disabled)]

und ähnliche Fehler.

Die Lösung

Da nicht beide Plugins sich gegenseitig unter Dependencies angeben können benötigen wir eine andere Lösung. Die heisst für uns „Buddy Classloading“. Hiermit wird es möglich, dass sich ein Plugin schon während der Implementierung für die Klassen von anderen Plugins „öffnet“. Andere Plugins können sich so als Buddy registrieren und Ihre Klassen dem anderen Plugin zur Verfügung stellen.

Auf den folgenden Seiten habe ich ein kleines, mit Screenshots versehenes Tutorial zusammengestellt, dass die Lösung anhand eines einfachen Beispiels erläutert.

Neues Buch von O’Reilly: Enterprise JavaBeans 3.0

Seit einiger Zeit versuche ich mir das Thema Java EE näher zu bringen. Bisher habe ich dazu 3 deutschsprachige Bücher gelesen, die sich alle aber noch mit J2EE 2.1 beschäftigt haben. Mit Version 2.1 ist das Thema aber doch sehr komplex sodass ich kurz davor war meine Bemühungen einzustellen.

Seit der JavaOne 2006 ist aber ja nun die neue Spezifikation 3.0 für Java EE final und vereinfacht das ganze Modell doch erheblich. Und O’Reilly hat gerade eines der ersten Bücher veröffentlicht die sich dediziert mit 3.0 beschäftigen.

Einen Nachteil, den das Büch für viele deutschsprachige hat, will ich vorweg nicht verschweigen: es ist z.Zt. noch ausschließlich in der englischen Originalversion erhältlich. Wer des Englischen aber einigermaßen mächtig ist wird mit dem Buch gut zurechtkommen.

„EJB 3.0“ ist sehr strukturiert aufgebaut. Nach 2 Kapiteln mit einer Einleitung und einem generellen Überblick über die Java EE Architektur werden in den folgenden 19 Kapiteln alle Aspekte von Java EE behandelt. Neben den grundlegenden Bean-Typen, die in aller Ausführlichkeit besprochen werden, widmet sich das Buch sehr intensiv der Java Persistence API. Anhand von vielen Beispielen werden alle Möglichkeiten der Objekt-Relationalen Abbildung erleutert.

Um dem Leser die Einordnung des gelernten in einen realen Kontext zu ermöglichen entwickeln die Autoren durch das gesamte Buch hindurch ein Buchungssystem für eine virtuelle Kreuzfahrtlinie namens „Titan Cruises“. Die Anwendung wird mit jedem Kapitel fortentwickelt. Themen wie Webservices und Security werden anhand von externen Reisebüros erklärt, die ebenfalls Zugriff auf das Buchungssystem benötigen.

Cover EJB 3.0Ein besonderes Schmankerl für alle an JBoss Interessierten ist der zweite Teil des Buches. Als Arbeitsbuch gehalten wird die konkrete Umsetzung der vorherigen Kapitel mit JBoss erläutert. Dies muß auch nicht wirklich verwundern, da der Autor Bill Burke „Chief Architect“ bei JBoss Inc. ist.

Das das Buch sehr aktuell ist (15.05.06), zeigte sich schon auf dem Klappentext. Dort wird schon erwähnt, das JBoss nun zu RedHat gehört.

Abschliessend kann ich mich dem ebenfalls auf dem Klappentext zitierten Marc Fleury (CEO JBoss) nur anschliessen: „If you work on Enterprise applications, this is the only EJB book you need“.

Enterprise JavaBeans 3.0
Bill Burke & Richard Monson-Haefel
O’Reilly, 5. Auflage
ISBN: 059600978X
733 Seiten

Nothing in particular…