Lightroom und Bittorrent Sync

Eigentlich war ich seit der ersten Veröffentlichung von Aperture ein überzeugter Fan. Nun hat Apple im letzten Jahr das Ende von Aperture verkündet und eine neue Software musste her. Schlussendlich bin ich bei Lightroom 6 gelandet, auch wenn ich „mein“ Aperture immer noch vermisse.

Da ich mit Lightroom nun auch auf meinen beiden Windows-Maschinen arbeiten kann möchte ich dies natürlich auch tun. Ich habe noch einen Desktop-PC und ein Windows 10 Tablet. Lightroom verlangt aber zwingend dass der Katalog auf einem lokalen Laufwerk ist und verweigert die Arbeit wenn er auf einem Netzlaufwerk liegt. Es musste also ein Weg her die Daten zwischen den 3 Maschinen zu synchronisieren.

Dropbox, Google Drive oder Onedrive fielen als Möglichkeit aus da der Katalog samt Fotos zu groß ist. Von den Sicherheits-Implikationen einmal ganz abgesehen. Mein erster Versuch galt deshalb Synology Cloud Station, die sich leider als sehr langsam und unzuverlässig herausstellte. Es folgte dann Bittorrent Sync (Pro). Im weiteren Artikel möchte ich erklären wie ich damit meinen Lightroom-Katalog und die Fotos zwischen meinen drei Rechnern synchron halte.

Auftritt Bittorrent Sync (kostenlos)

lightroom-folderMeine Lightroom-Bibliothek befindet sich in einem Ordner namens „Lightroom“. Hierin gibt es zwei Unterordner: „Catalog“ und „Images“. In ersterem befindet sich der Katalog samt Hilfsdateien (Previews, Smart Previews, etc). Im zweiten liegen die Fotos selbst.

Der erste Ansatz war den Ordner „Lightroom“ zwischen dem Macbook und dem Desktop PC zu syncen. Das funktionierte erstaunlich gut, nur die erstmalige Synchronisation ist zeitaufwändig. Ausserdem sollte man immer darauf achten, dass alle Dateien (insbesondere die Katalogdatei) vollständig synchronisiert sind bevor man Lightroom auf dem jeweils anderen Rechner startet.

Dann aber kam ein Windows-Tablet (ein Teclast X98 Pro) hinzu und erforderte eine erneute Umstellung. Denn es hat nur 64GB Flash und eine 128GB SD-Karte – zu wenig Platz um meine kompletten Fotos aufzunehmen.

Bittorrent Sync Pro mit selektivem Sync und Smart Previews

Mit der ab 35€ erhältlichen Pro-Version von BTsync erhält man ein spannendes Feature dazu: „selective sync“. Damit ist es möglich einen Ordner zu syncen ohne die Dateien selbst auf dem Rechner zu speichern. Es werden stattdessen nur Platzhalter-Dateien mit 0 Byte angelegt – über den Finder bzw. Explorer kann aber die vollständige Datei angefordert werden.

Die zweite Voraussetzung ist die Nutzung von Smart Previews in Lightroom. Dies sind verkleinerte Versionen der echten Fotos, die man in Lightroom aber (fast) normal bearbeiten kann obwohl die eigentliche Bilddatei physikalisch nicht vorhanden ist. Sobald die echte Bilddatei wieder zur Verfügung steht wendet Lightroom die Änderungen dann darauf an.

btsync-window

Mit diesen beiden Features zusammen ist es dann möglich den Katalog auch auf dem Tablet dabei zu haben. Das funktioniert so:

  • Statt direkt den Ordner „Lightroom“ zu syncen synce ich nun die Ordner „Catalog“ und „Images“ einzeln.
  • „Catalog“ wird auf allen Geräten vollständig gesynct. Dieser Ordner beinhaltet auch die Smart Previews
  • „Images“ wird auf Macbook und Desktop ebenfalls vollständig gesynct, auf dem Tablet aber mit „Selective Sync“. Es werden also nur Platzhalter angelegt.

Wenn ich nun auf dem Tablet Lightroom öffne sehe ich meine kompletten Fotos – dank der Smart Previews. Ich kann alle Bilder bearbeiten, taggen etc.

Redundanz – kein Backup

Zudem synce ich beide Ordner (als „read-only“) auch noch mit meiner Synology Diskstation, für die BTsync ebenfalls verfügbar ist. Das ersetzt zwar kein Backup aber es erhöht die Redundanz. Ein richtiges Backup mache ich per externer Festplatte und TimeMaschine (Mac) sowie Veeam Endpoint Backup Free (Windows).

Freifunk in Hagen startet durch

Was als fixe Idee von Stefan und mir begann, nämlich ein Freifunk-Netz in Hagen aufzubauen, nimmt so langsam fahrt auf. Inzwischen haben wir 9 Knoten im Dorf verteilt und weitere werden sicher bald folgen.

Das Projekt Freifunk in Hagen hat inzwischen auch seine eigene Website unter ffhagen.de.

Ein regelmäßiges Freifunk-Treffen wird zukünftig immer am letzten Mittwoch im Monat im Dorfhaus stattfinden. Der erste Termin hierfür ist der 28.10.2015.

Viel Strom sparen ohne neue Geräte

Bis zu 10% Strom sparen ohne einen Cent zu investieren – wie soll das gehen? Eigentlich ganz einfach…

Da ich beruflich u.a. mit Kühltechnik zu tun habe kenne ich die Empfehlung der Kühlgeräte-Hersteller seit Jahren: Regelmäßig den Verdampfer und die Kühlrippen reinigen. Beherzigt hatte ich das bisher nie (wie die meisten unserer Kunden wohl auch).

Dank eines neuen Homematic-Zwischensteckers mit Strommessfunktion wollte ich es nun aber selbst ausprobieren. Versuchsobjekt war unser ca. 5 Jahre alter Gefrierschrank von Privileg mit Energieeffizenz A+. Den Verdampfer haben wir bisher nie gereinigt. Ich habe das Messgerät 3 Tage mitlaufen lassen und es ergab sich ein durchschnittlicher Verbrauch von 1,016 kWh pro Tag – was für A+ schon deutlich zu viel ist. Anschliessend bin ich dem Gerät mit einem Staubwedel zu Leibe gerückt und habe den Verdampfer und die Kühlrippen ordentlich gereinigt. Nach weiteren 3 Tagen Messung dann das erstaunliche Ergebnis: nur noch 0,9 kWh pro Tag! Das ist eine Ersparnis von knapp 11,5% und kommt einem A+ schon deutlich näher!

Daher: regelmäßig den Kühlschrank reinigen – nicht nur von innen sondern auch von hinten 🙂

P.S. Vermutlich werde ich unseren 20 Jahre alten Einbaukühlschrank nun auch einmal ausbauen und reinigen. Das dürfte wohl noch mehr bringen als bei dem Gefrierschrank…

Foto: Der Wunderbare Mandarin (creative commons)

Ciao Nikon, hello Sony

Tja, nun ist passiert was ich lange Zeit selbst nicht für möglich gehalten hätte. Ich werde Nikon untreu und wechsele zu Sony. Beziehungsweise ich bin gewechselt, von meiner Nikon D300 zur Sony Alpha 6000. Aktuell habe ich die Nikon zwar noch aber werde sie voraussichtlich bald verkaufen.

Wie kam es dazu?

Die Frage ist relativ einfach zu beantworten. Zum einen habe ich inzwischen leider nicht mehr so viel Zeit für das Fotografieren wie früher, durch meine beidem Söhne aber mehr als genug Motive. Ich hatte immer weniger Lust die schwere Nikon samt Batteriegriff rumzuschleppen und wollte gerne etwas handlicheres und leichteres. Nur leider bietet Nikon in dem Bereich immer noch nichts an was ich zu kaufen bereit wäre. Ein Zustand den ich schon 2011 bemängelt habe. Und ich vermute auch nicht das Nikon in absehbarer Zeit daran etwas ändern will und wird. Vermutlich verdient Nikon mit den DSLRs immer noch mehr als genug Geld um über neue Entwicklungen und Wünsche der Kundschaft nachdenken zu müssen.

Zum zweiten gibt es, meiner Meinung nach, aktuell keinen Kamerahersteller der derart Innovativ ist wie Sony. Die α6000 ist wirklich ein kleines Technikwunder, ausgestattet mit WiFi, NFC, einem App-Store uvm. Sie hat einen großen APS-C-Sensor mit 24 Megapixeln und einem guten Rauschverhalten bei High-ISO. Natürlich darf auch der superschnelle Autofokus nicht unerwähnt bleiben der besonders bei schnellen Kindern Gold wert ist. Weder Nikon noch Canon haben dem etwas entgegen zu setzen. Vieles bietet zwar die Micro-Fourthirds-Fraktion auch, aber mit einem deutlich kleineren Sensor und dem 4/3 Seitenverhältnis welches mir nicht so zusagt.

Auch die Tatsache, das man mit Adaptern quasi jedes Objektiv an der Sony (manuell) verwenden kann spricht für die Plattform. Meine vorhandenen Nikon- und Minolta-Objektive kann ich so weiter nutzen, und dank Sonys „Focus Peaking“ Technologie sogar sehr komfortabel.

Ich werde demnächst mal ausführlicher berichten wie der Wechsel sich anfühlt und welche Vor- und Nachteile sich für mich ergeben haben.

Nothing in particular…